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Gesunde Ernährung

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Katzen und Hunden

Diabetiker richtig füttern

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Diabetiker richtig füttern

Futter

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– Kohlenhydrat- (NfE-) Rechner

 

Futter und Leckerlies für Katzen und Hunde mit Diabetes

Womit darf ich meinem kleinen Diabetiker füttern und belohnen?

Füttern Sie möglichst Nassfutter und kein Trockenfutter! Folgende Kriterien für vernünftiges Futter und Leckerlies haben sich bewährt:

– KEIN Zucker

Dazu gehören Glukose (Traubenzucker), Dextrose, Fructose (Fruchtzucker), Sacharose (Haushaltszucker), Rohrzucker, Maltose (Malzzucker), Invertzucker, Maissirup, Honig, Zuckerrübenfasern die nicht entzuckert wurden, Melasse, Milchzucker (also auch keine Milchprodukte), Karamell (wird oft zum Einfärben genommen)

 

– KEIN Getreide / KEIN Pseudogetreide / KEINE Getreideprodukte

Getreidesorten: Weizen, Mais,Hirse, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel, Reis,   –   Bei diabetischen Katzen werden 1 % Reis und bei Hunden bis 3% Reis gut vertragen. Keine Getreideflocken und auch keine Nudeln

Pseudogetreide: Amaranth, Quinoa, Buchweizen

 

– KEINE Farbstoffe

Oft wird Karamell genommen, damit das Futter leckerer aussieht


– möglichst KEINE Konservierungsstoffe

Bei Leckerlies lässt sich das nicht immer vermeiden, aber in Nassfutter muss das nicht sein.

– möglichst keine pflanzlichen Eiweiße oder Nebenerzeugnisse (oft Soja)

Einige wenige, wie z.B. Inulin (Ballaststoff) sind ok. Katzen brauchen tierisches Eiweiß, kein pflanzliches.

+ ein hoher Fleischanteil

+ tierische Nebenerzeugnisse sind völlig ok

+ etwas Kräuter und Gemüse oder wenig Obst sind ok

   viele Katzen benötigen das, um keine Verstopfung bzw. zu harten Kot zu bekommen

+ einen möglichst hohen Feuchtigkeitsanteil von 75-80%

+ Katzen: ein Kohlenhydratanteil von maximal 10% in der Trockenmasse (i.Tr.)   —   eine Maus hat etwa 8-9% KH .i.Tr.

+ Hunde: ein Kohlenhydratanteil von maximal 15% in der Trockenmasse (i.Tr.)  

Um den Kohlenhydratanteil KH i.Tr. auszurechen, gibt es inzwischen diverse Kohlenhydratrechner. Zusätzlich brauchen Sie nur noch die Angaben auf den Etiketten der Futtersorten und Leckerlies.

Futter, welches unter 10% (Katzen) bzw. 15% (Hunde) Kohlenhydrate i.Tr. hat, aber Zucker oder Getreide enthält, ist grundsätzlich NICHT diabetikertauglich!

Die richtige Futtermenge

Wieviel darf ich füttern?

Die Futtermenge richtet sich nach 4 Faktoren.

– Was ist das Optimal- bzw.Wunschgewicht?

– Was ist das tatsächliche Gewicht?

– Soll das Tier ab- oder zunehmen?

-Will/kann ich das Futter umstellen? z.B.von Trockenfutter auf Nassfutter, oder von ungesundem auf gutes Nassfutter. Für eine Futterumstellung braucht man viel Geduld. Eine Hauruckmethode ist nicht zu empfehlen. Diabetiker müssen fressen, damit das Insulin nicht ungebremst wirken kann und es somit zu einer Unterzuckerung kommt. Klappt eine Futterumstellung überhaupt nicht, muss notfalls das gewohnte Futter weiterhin gegeben werden.

 

Katze oder Hund müssen nun regelmäßig 1x die Woche, möglichst immer am gleichen Tag und zur gleichen Uhrzeit gewogen werden.

Empfehlenswert ist es z.B. immer Sonntagmorgen , nach der 1. Mahlzeit zu wiegen.

Die Wage sollte immer auf einem festen Untergrund stehen. Bei Teppichboden kann es zu Schwankungen kommen.

Kleine Tiere nimmt man auf den Arm und wiegt sich zusammen auf einer normalen Personenwaage. Dann wiegen Sie sich alleine und berechnen die Differenz aus beiden Messungen.

Beispiel: Sie mit Katze zusammen wiegen 65,8 kg. Sie alleine wiegen 60,3 kg.   Nun rechnen Sie 65,8 kg minus 60,3 kg. Ergebnis: die Katze wiegt 5,5kg

Hat das Tier sein Optimal- bzw. Wunschgewicht?

Die bisherige Futtermenge passt.

Möchten Sie auf ein gesünderes Futter wechseln, beachten Sie bitte, dass in der Regel der Fleischanteil höher als bei Ihrem bisherigen Futter ist. Somit macht es besser satt und das Gewicht könnte steigen.

Soll das Tier abnehmen?

Die bisherige Futtermenge ist zu hoch.

Die bisherige Futtermenge sollte ganz langsam, bei kleinen Tieren Teelöffelweise reduziert werden, bis das Wunschgewicht erreicht ist. Man reduziert das Gewicht nicht schneller als 1-3% vom Körpergewicht pro Woche. Bei unserer Beispielkatze mit 5,5 kg sind das nur 55 bis 165 Gramm pro Woche, die abgenommen werden sollten.

Soll das Tier zunehmen?

Die bisherige Futtermenge ist zu wenig.

Die bisherige Futtermenge sollte langsam erhöht werden. Möchten Sie auf ein gesünderes Futter wechseln, beachten Sie bitte, dass in der Regel der Fleischanteil höher als bei Ihrem bisherigen Futter ist. Somit macht es besser satt und das Gewicht könnte alleine dadurch steigen.

 

 Und was ist mit Leckerlies?

Sie dürfen Ihr Tier für tapferes Pieksen und Stechen gerne belohnen.

Aber nur mit WENIG Leckerlies. 1 kleines Stück reicht völlig, wenn es dazu noch Streicheleinheiten und viel Lob gibt. Ansonsten summieren sich Leckerlies schnell zu einer kompletten Mahlzeit, die in die Gesamtfuttermenge mit einberechnet werden müssten.

Futterverteilung

Je gleichmäßiger die Fütterung jeden Tag ist, desto mehr wird eine gute Insulineinstellung erleichtert.

Wann wird gefüttert?

Wie oft wird gefüttert?

Wieviel wird gefüttert?

Grundsätzlich wird immer erst gefüttert und dann zeitnah das Insulin gespritzt!

Man nimmt die gesamte Futtermenge für 24 Stunden und teilt sie in 2 Hälften. Jede Hälfte ist für 12 Stunden.

Eine Hälfte kann nun noch einmal in kleinere Portionen geteilt werden, die man in Abständen füttert. Je nach Insulin sollte die Futtermenge vor der Spritze größer oder kleiner sein.

– Bei Caninsulin und ProZinc füttert man den größeren Teil vor der Spritze und den Rest dann später, eventuell noch einmal in kleinere Portionen geteilt. Später als 6 Stunden nach der Spritze sollte nicht mehr gefüttert werden, da das Insulin hier bereits an Wirkung verliert. Füttert man zu spät, steigen die Blutzuckerwerte zur nächsten Spritze unnötig hoch.

– Bei Lantus und Levemir sollte die 1. Portion nicht ganz so groß sein. Auch hier gilt, später als 6 Stunden nach der Spritze ist Füttern nicht mehr angesagt.

 

KEIN Tier, verhungert, wenn es mehrere Stunden nichts zu fressen bekommt. Es muss nicht rund um die Uhr Futter zur Verfügung stehen. Ganz im Gegenteil. Es entspricht dem natürlichen Fressverhalten einer Katze. In der Natur sitzt nämlich auch nicht ständig Beute vor der Nase einer Katze. Sie muss es teilweise stundenlang erjagen. Beim Vorfahren des Hundes, dem Wolf ist das genauso. Also mästen Sie Ihre Tiere bitte nicht. Die Tiere sind ohne Übergewicht gesünder und agiler.